Feldenkrais Studio Berlin

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Jeder von uns hat im Laufe seines Lebens Gewohnheiten entwickelt, die in unserem Alltag eine Hilfe sind. Zum einen sind sie nützlich, weil wir Zeit sparen, wenn wir nicht über jeden Handgriff nachdenken müssen, bevor wir ihn tun. Zum anderen sind es oft die vertrauten Dinge, die uns lieb geworden sind und Halt geben, schwierige Zeiten zu meistern und Kraft zu schöpfen.

Aber es gibt auch Gewohnheiten, die uns in unserem Tun einschränken und daran hindern den Blickwinkel auch einmal zu ändern, wenn es angemessen ist.
Wir können uns dabei an Kindern orientieren, die oftmals noch nicht so in gewohntem Tun feststecken und in der Lage sind, sich in ganz unterschiedlichen Situationen klaglos zurecht zu finden.

Auch ind er Feldenkrais-Methode geht es dank der vielen ungewohnten Bewegungen darum, immer wieder seine Bewegungsmuster anzuschauen und sich neuen Wegen zu öffnen, um sich die Bewegung leichter und angenehmer zu machen.
Auch im Alltag gibt es unzählige Möglichkeiten damit zu experimentieren.
Probieren Sie einmal, mit der anderen, als der gewohnten Hand Ihre Zähne zu putzen. Auf einmal wird so ein alltäglicher Ablauf, wie das morgendliche Reinigen der Zähne zu einem herausfordernden Unterfangen. Wenn die Zahnpasta nicht dort landet, wo sie hin soll, entstehen durch aus auch komische Momente.

Etwas schwieriger ist es schon, wenn Sie Ihre Tasche mal einen ganzen Tag lang über der anderen Schulter tragen und Sie sich dabei selbst dabei beobachten und nachspüren, wie sich dann anfühlt.

Oder Sie hören einmal einen anderen als den vertrauten Radiosender. Auf einmal ist Ihre Hörgewohnheit unterbrochen und Sie öffnen sich für einen anderen Senderhythmus, erhalten vielleicht auch andere Informationen und lernen etwas Neues dabei.

Die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen macht den Alltag aufregend und bunt. Es lohnt sich und ist ein erster Schritt zu einer Veränderung. Viel Freude beim Ausprobieren.

Schließzeit vom 17. bis 27. August 2015

Schließzeit:
Vom 17. bis 27. August 2015 bleibt das Feldenkrais-Studio geschlossen. In dieser Zeit finden keine Kurse statt.

Ab Montag, den 31.August 2015 gibt es wie gewohnt regelmäßig vier wöchentliche Kurse.

Für Terminvereinbarungen nutzen Sie bitte die Möglichkeit, mir eine Email zu schreiben.

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Miniworkshop am Samstag, den 19.09.2015

Miniworkshop am Samstag, den 19.09.2015
Thema: Freie Hüftgelenke

Ihre Lage mitten im Becken und die Tatsache, dass die beiden Hüftgelenke von großen und kräftigen Muskeln umgeben sind, erschweren es uns ein Gefühl für die Beweglichkeit dieser zentralen Gelenke zu bekommen und sie angemessen zu benutzen. Die Knie, Füße oder der untere Rücken übernehmen dann teilweise die Funktion der Hüften. Das führt nicht selten zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

An diesem Samstag beschäftigen wir uns u.a. mit den anatomischen Strukturen und wir erforschen alle möglichen Hüftgelenksbewegungen im Liegen.

Am Ende integrieren wir das Erfahrene ins Stehen und Gehen. Das erlaubt uns einen bewussteren Einsatz der beiden Hüftgelenke.

Dieser Kurs richtet sich an alle neugierigen Menschen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs eignet sich auch zum Kennenlernen der Methode für alle mit und ohne Einschränkungen (für max. 7 Teilnehmer/innen).

Zeit: 10.00 Uhr bis 13.30 Uhr
Preis: 50 € /* 45 €
*bei verbindlicher Anmeldung bis zum 05.09.2015 erhalten Sie 10% Rabatt
Ort : Feldenkrais-Studio, Zionskirchstraße 4

Eine Pause nehmen

Viele Menschen leiden zunehmend unter Stress und haben das Gefühl, sich in der kurzen freien Zeit nicht ausreichend erholen zu können. Sie sind erschöpft und finden aus diesem Teufelskreis nicht heraus.

Woran liegt das? Was macht eine Pause eigentlich zu einer Pause?

Haben Sie eine Beschäftigung unterbrochen, um diesen Artikel zu lesen? Irgendetwas geht ja immer weiter, und sei es das Atmen oder Träumen im Schlaf. Wie gehen Sie mit Pausen um? -plagt Sie das schlechte Gewissen, wenn Sie sich ausruhen, weil ja noch so viel zu erledigen ist?

Was kann eine Pause aus Sicht der Feldenkraismethode sein, im Alltag, für jeden persönlich?

Pausen, wie wir sie in Feldenkrais-Stunden wahrnehmen und als wichtig erachten, haben offensichtlich eine enge Verbindung zum Lernen.

Gelegenheiten zum Nachspüren, Erholungspausen, der persönliche Rhythmus sind für Feldenkrais-Teilnehmer Bestandteile jeder Stunde.
Manchmal geht es darum, diesen Rhythmus erst heraus zu finden oder aber ihn anzunehmen oder damit spielerisch umgehen zu lernen.

Ich-Brücke
Eine Pause ist nicht zwangsläufig eine Zeit des Nichtstuns. Vielmehr geht es ums Innehalten, um eine Unterbrechung des Ablaufs. So ruhe ich mich z.B. von meiner Arbeit aus, wenn ich abends  in meinem Garten in der Erde „wühle“. Ich erhole mich, weil ich mich einer anderen Tätigkeit widme. Genauso kann ein kurzes Treffen mit einer Freundin im Cafè eine nützliche Pause sein.

Der Nutzen einer Pause ist unabhängig von ihrem zeitlichen Umfang. Den Fluss gewohnter Gedanken zu unterbrechen und in den gegenwärtigen Augenblick einzutauchen ist das Wesentliche einer Pause.  Diesen Effekt können auch ritualisierte Handlungen, wie sich zwischendurch eine Tasse Tee zu bereiten oder ein Smalltalk unter Kollegen zu führen.

„Eine Veränderung ist gleichbedeutend mit einer Pause.“ Moshè Feldenkrais
Pausen sind somit auch Teil jedes Lernprozesses. Nach jeder Pause eine neue Wahl möglich. Pausen informieren, Gelerntes wird gespiegelt, Wahrnehmung vertieft und der nächste Lernschritt ist möglich.

Also nutzen Sie die Zeit zum Ausruhen, Abschalten, Seele baumeln lassen und machen Sie Pausen.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Sommer,
Susanne Wolk

Wochenendworkshop 30.10. bis 01.11. im Schlaubetal

23. Feldenkrais – Wochenende im Schlaubetal

vom 30.10. bis 01.11. 2015

Ein freier Nacken oder „wo steht mir der Kopf?“

Hotelfoto

Bei einer idealen Kopfhaltung ist der Nacken frei beweglich und wir können uns mühelos in alle Richtungen wenden. Dann befindet sich der Schwerpunkt des Kopfes direkt über dem Schwerpunkt des Körpers. Die meisten Einschränkungen entstehen allmählich und wir nehmen sie erst wahr, wenn das Umwenden z.B. beim rückwärts Einparken schwieriger wird, oder wenn beim Zurückbeugen ein leichtes Schwindelgefühl auftritt.

Ein starrer Hals hat Folgen für unsere Körperhaltung. Orientierungsbewegungen werden schwieriger, darunter leidet die Reaktionsfähigkeit. Unsere Befindlichkeit hängt also in hohem Maße davon ab, wie frei wir den Kopf tragen können.

In den Feldenkrais-Stunden an diesem Wochenende erkunden wir u.a. die Abhängigkeit der Kopfposition von unserer Organisation in der Schwerkraft. Es geht um Grundlagen der aufrechten Haltung und um die verfügbaren Richtungen im Raum. Dazu stehen uns zahlreiche klassische Feldenkrais- Stunden im v.a. Liegen zur Verfügung.

Außerdem differenzieren wir die Augenbewegungen von denen des Kopfes, was unsere Bewegungsmöglichkeiten innerhalb von wenigen Minuten positiv beeinflusst.

Es erwartet Sie das hübsche kleine Hotel Kaisermühle im Umland (100km östlich) von Berlin, welches durch seine idyllische Lage mitten in der Natur und eine ausgezeichnete regionale und moderne Küche besticht. Seit 2004 dürfen wir uns als Gäste hier zweimal im Jahr verwöhnen lassen.

Preis: 290 €/ * 261 € im Doppelzimmer /pro Person

310 € / * 279 € im Einzelzimmer der Preis versteht sich jeweils pro Person, incl. Kursgebühr und 2xÜbernachtung und Halbpension.

* Angebot: Bei verbindlicher Anmeldung bis zum 01. September erhalten Sie 10% Rabatt.

Ort: Hotel Kaisermühle in Müllrose, 100 km östlich von Berlin, individuelle Anreise- mit Auto oder Bahn